Die Streitschlichter der Stephani-Mittelschule und der Altmühlfranken-Schule in Gunzenhausen setzten sich bei einem Seminar auf der Burg Wernfels intensiv mit dem Thema Cyber-Mobbing und einer Biographie-Arbeit auseinander. Dabei wurden die Teenager von den Jugendsozialarbeitern Denise Mayer und Thomas Pfaffinger von der Diakonie Südfranken angeleitet, Praktikantin Malitha Kunasegaran brachte sich unterstützend mit ein. Finanziell ermöglicht wurde die Bildungsmaßnahme durch Zuwendungen der Sparkasse Mittelfranken-Süd, der Sankt Gumbertus Stiftung Ansbach, vom Förderverein sowie dem Elternbeirat der Stephani-Schule.
Im Schulalltag am Standort der Stephani-Schule in Gunzenhausen bemühen sich 15 Jungen und Mädchen um eine gewaltfreie Lösung von Konflikten. Um das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe zu stärken und sich mit aktuell relevanten Themen zu beschäftigen, geht es einmal im Jahr auf ein Seminar-Wochenende. „Das Thema Cyber-Mobbing haben wir dieses Mal bewusst auf die Agenda gesetzt“, schildern die Jugendsozialarbeiter Denise Mayer und Thomas Pfaffinger. Viele Konflikte zwischen Schülern würden im Internet und insbesondere in den Sozialen Medien regelrecht eskalieren. Um den Streitschlichtern diese Prozesse aufzuzeigen und die Dynamik erlebbar zu machen, wurde unter anderem das Planspiel „Luk & Coco“ durchgeführt: Die Schüler schlüpften in verschiedene Rollen, erlebten die Auswirkungen von Cyber-Mobbing in einem geschützten aber realitätsnahen Rahmen. Nach der intensiven und aufrüttelnden Spielphase galt es, das Erlebte zu reflektieren und in den Alltag der Teenager zu übertragen: „Was könntest Du tun, wenn Du mitbekommst, dass ein Freund online bloßgestellt wird?“
In verschiedenen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer bei einer Biographie-Übung noch mit „Glücksmomenten“, der Bedeutung des Vornamens, „Mein Land – Dein Land – unser Land“. Aktionen wie eine Burg-Rallye, das Rollenspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ und eine Fledermaus-Wanderung des LBV aus Muhr am See stärkten das Gemeinschaftsgefühl der Teilnehmer. Zum Ende hin wagten die Teenager noch einen Blick in die Zukunft: Die Schüler schrieben sich selbst eine persönliche Nachricht mit Wünschen und Hoffnungen. Diese wurde in einem Behälter – einer sogenannten Zeitkapsel – versiegelt und wird an der Abschlussfeier wieder ausgehändigt.
Foto: Emilian Tuclea

Bildbeschreibung:
Bild 1 und 2: Gruppenfoto
Streitschlichter der Stephani-Mittelschule und Altmühlfranken-Schule Gunzenhausen waren zu Gast auf der Burg Wernfels und erlebten u.a. ein Planspiel zum Thema Cyber-Mobbing sowie viele Aktionen zur Gemeinschaftsstärkung.

Bild 3:
Einen Blick in die Zukunft wagen: Die Teilnehmer des Seminar-Wochenendes schrieben sich eine Botschaft, die sie in einer Zeitkapsel fest verstauten.

Bild 4:
Bei einer Fledermaus-Wanderung erfuhren die Teilnehmer eine Menge Wissenswertes über die pelzigen Tiere. Dabei kam auch der Spaß nicht zu kurz.